Besser Fotografieren

Natürlich kann man mit Bildbearbeitungs-Rechenpower und viel Geduld auch aus mäßigen oder misslungenen Fotos noch ganz brauchbare Aufnahmen machen. Einfacher und effizienter jedoch ist die Abbildungsoptimierung vor dem Drücken des Auslösers. Denn für eine gelungene Bildgestaltung und die richtige Kamera-Einstellung braucht man kaum mehr als einigen Sekunden. In dieser Zeit hat man auf dem PC noch nicht einmal seine Photobearbeitungssowtware gestartet.

Was macht ein gutes Foto aus?

Diese Frage stellt sich sicherlich jeder, der sich mit Fotografie beschäftigt. Der Eine findet ein Foto gut, wenn es technisch perfekt ist. Für den anderen Fotograf hingegen ist ein Foto dann ein gutes Foto, wenn es ihn berührt.

Egal ob Amateur oder Profifotograf: Mal eben, auf die Schnelle ein paar ausgezeichnete Bilder machen, das geht oft gar nicht. Wer aus dem Auto springt, ein Bild knipst und weiterfährt, der kann kaum zu erstklassigen Fotos kommen. So lautet denn auch die in meinen Augen wichtigste fotografische Grundregel: Je mehr man sich mit seinem Motiv auseinander setzt, es von allen möglichen Seiten betrachtet und Geduld für den richtigen Augenblick hat, desto eher wird man mit einem geglückten Foto belohnt.

Der Verwendungszweck entscheidet

Es kommt immer auf die Verwendung und den Zweck des Bildes an. Ein Werbefoto für ein beliebiges Produkt soll Dich vielleicht berühren, damit Du es kaufst. Mehr nicht. Eine Sachaufnahme für einen Katalog oder eine Aufnahme eines Kunstwerkes soll die Proportionen und das Material optimal wiedergeben. Mehr nicht. Aber auch nicht weniger. Wenn es dieses leistet, ist es gut. Aber von einer Sachaufnahme zu erwarten, dass sie Deinem Leben einen besonderen Kick gibt wäre ziemlich albern.

Allgemein kann man sagen, ein gutes Bild entspricht den Anforderungen. Die können aber sehr verschieden sein. Der eine möchte ein Portrait auf dem er natürlich aussieht, ein anderer möchte eine Beauty-Aufnahme mit einem möglichst großen Sprung zur Realität. Ein anderer möchte in eine Rolle schlüpfen und in dieser abgebildet werden. Für den einen ist das Bild gut, wenn er gut zu erkennen ist, ein anderer möchte das genaue Gegenteil….

Mein Fazit

Ein wirklich interessantes Foto bleibt im Gedächtnis des Betrachters, egal ob es technische Mängel wie Unschärfe oder eine Fehlbelichtung aufweist. Für das Gelingen aussagekräftiger Fotos ist auch nicht unbedingt eine umfangreiche und teure Fotoausrüstung erforderlich. Viel wichtiger als der Einsatz teuerster Technik ist das Auge hinter der Kamera und die Auseinandersetzung mit dem Motiv.

Mein Tipp: Machen Sie bitte keine Bilder "im Vorbeigehen"! Die werden nämlich in der Regel nichts. Nehmen Sie sich etwas Zeit. Gehen Sie ruhig in die Knie oder legen Sie sich auf den Boden, wenn sich so die schönste Perspektive ergibt. Sie werden sehen – es lohnt sich.

Auf den folgenden Seiten, möchte ich dem geneigten Leser in unregelmäßigen Abständen meine Art der Fotografie etwas näher bringen.